Plastiktüten, Staubsaugerbeutel, Kleintierstreu & Co. sind für die Biotonne tabu!
Eigentlich ist es ganz einfach, nur organische Abfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz oder Gartenabfälle gehören in die Biotonne. Die getrennte Sammlung und Verwertung von Bioabfällen hat mehrere Vorteile. Einerseits wird die Restabfallmenge stark reduziert, viel wichtiger ist aber, dass die Bioabfälle als Kompost in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Sie sind wertvolle Rohstoffe aus denen Kompost oder Biogas hergestellt werden kann. Sogenannter Fertigkompost wird als Dünger in der Landwirtschaft oder im Landschaftsbau eingesetzt. Werden Bioabfälle einer Vergärungsanlage zugeführt, entsteht Biogas, das der Wärme- und Stromerzeugung dient. Das schont Ressourcen und durch den Kompost kann auf mineralischen Dünger und Torf verzichtet werden. Das geht aber nur, wenn konsequent und richtig getrennt wird und nur Bioabfälle in der Biotonne landen.
Keine Biofolienbeutel nutzen
Verzichten Sie auf vermeintlich kompostierbare Biofolienbeutel und nutzen Sie ausschließlich Zeitungspapier, Küchenkrepp oder Papiertüten. Auch Verpackungen aus kompostierbaren oder biologisch abbaubaren Materialien gehören nicht in die Biotonne. Sie zersetzen sich bei der Kompostierung oder Vergärung nicht schnell genug, so dass sie als Störstoffe aufwendig aussortiert werden müssen oder sogar in Mikroplastik zerfallen mit der Komposterde auf Feldern und so im Naturkreislauf landen.
Warum Biofolienbeutel für
die anschließende Verwertung so bedenklich sind, erklärt der
nachfolgende Bericht aus der NDR-Mediathek: "Tüten aus Bioplastik
wirklich sinnvoll für die Umwelt"
Ein gutes Beispiel für den Inhalt einer Biotonne - Foto: Abfallberatung
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Wichtige Info zu Kleintierstreu
Verunreinigungen durch die Hinterlassenschaften von heimischen aber auch exotischen Kleintieren können Bakterien oder andere Krankheitserreger enthalten. Deshalb darf Kleintierstreu, auch wenn sie biologisch abbaubar ist, nicht in die Biotonne gegeben werden. Zudem sind manche Arten von Einstreu mit chemischen Mitteln behandelt. Da Bioabfälle zu Kompost verarbeitet werden, der z. B. auch in der Landwirtschaft eingesetzt wird, ist es wichtig, dass ein hygienisch einwandfreies Material produziert wird. Nur so kann ohne Bedenken ein natürlicher Kreislauf geschlossen werden.
Tipps bei Madenbefall und Biotipps im Sommer und Winter
Damit die Biotonne sauber bleibt, sich keine Maden entwickeln oder der Bioabfall im Winter festfriert, sollten alle feuchten Abfälle in Zeitungspapier eingewickelt oder in eine Papiertüte verpackt werden. Unterstützen kann auch ein Biofilterdeckel, weil Feuchtigkeit entweichen kann, ist aber kein Allheilmittel.
Was ist in punkto Abfuhr zu bedenken?
- Biotonnen nicht überfüllen.
- Bioabfall nicht verpressen oder einstampfen.
- Biotonne nach der Abfuhr von grobem Schmutz befreien ggf. auswaschen.
- Reicht eine Biotonne nicht aus, kann saisonal eine zusätzliche Biotonne bestellt werden.
- Gegen Fehlbefüllung durch Passanten hilft der Einsatz eines Mülltonnen-Schwerkraftschlosses.
- Falsch befüllte Biotonen werden nicht geleert!
Die Biotonne ist überfüllt. Hier ist die Entleerung nicht möglich - Foto: Abfallberatung
Sie möchten selber auf dem eigenen Grundstück kompostieren?
Dann finden Sie Tipps in der Broschüre “Die kleine Kompostfibel" →
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