Klima-Icon

Infoportal für den Landkreis Stade

Restekochen in der BBS III in Stade
Restekochen in der BBS III in Stade
Restekochen in der BBS III in Stade
Restekochen in der BBS III in Stade

»Bis zum letzten Krümel: Lebensmittel sorgsam verwenden«

Im Laufe der Aktionswoche wurden Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen III Stade mit einem gemeinsamen Restekochen für das Thema sensibilisiert. Hier geht es zum Fernsehbeitrag in der NDR-Sendung »Hallo Niedersachsen« anlässlich des Aktionstages: 

Restekochen in der BBS III in Stade

Weitere Informationen zur EWAV hier:

Europäische Woche der Abfallvermeidung

Rezeptbuch: »Zweites Leben für Brot«

Die Abfallberatung des Landkreises Stade hat sich an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 16. bis 24. November 2024, in deren Fokus die Vermeidung von Lebensmittelabfällen stand, beteiligt. Denn laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft landen 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle allein in Deutschland im Müll. Jedes Jahr. In den Ländern der EU insgesamt sind es 60 Millionen Tonnen. Nicht nur zum Teil sehr aufwändig hergestellte Nahrungsmittel – und damit Ressourcen – werden so verschwendet, sondern auch viel Geld. Wer weniger Lebensmittel wegwirft, muss weniger einkaufen. Weniger Nahrungsmittel zu verschwenden, ist also auch aktiver Ressourcen- und Klimaschutz.

 Politische Strategien
  • Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die „Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung der Welt“ verabschiedet. Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs), haben sich 193 Länder dazu verpflichtet, allen Menschen bis 2030 ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren.
  • SDG 12.3 hat zum Ziel bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferketten entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten zu verringern.
  • Ziel der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegten „Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ auf Handel- und Verbraucherebene“, die im Februar 2019 im Bundestag beschlossen wurde, ist es bis 2030 die Lebensmittelabfälle in Deutschland zu halbieren, um damit die auf den Lebensmittelkonsum zurückzuführenden Treibhausgasemissionen um ca. 10 Prozent (rund 6 Mio. t CO₂) zu reduzieren.

zielenachhaltigeentwicklung.jpg

 Warum ist Lebensmittelverschwendung ein Problem

Weltweit werden ca. ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. In der EU sind es durchschnittlich 20 Prozent. Laut einer Erhebung des statistischen Bundesamtes sind es in Deutschland ca. 11 Millionen Tonnen pro Jahr, wovon ca. 6,6 Millionen Tonnen auf die Privathaushalte entfallen.

Essen für die Tonne? 11 Mio. Tonnen Lebensmittel landen im Abfall/Umweltbundesamt

Verantwortlich für die Verschwendung von Lebensmitteln sind neben den Haushalten auch die Landwirtschaft, die Lebensmittelverarbeitung, der Handel und der Außer-Haus-Verzehr.

Gründe für die Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten

  • Weniger Wertschätzung für Lebensmittel aufgrund ständiger Verfügbarkeit
  • Schlechte Einkaufsplanung
  • Fehlende Nähe zur Landwirtschaft
  • Mangelndes Wissen in Bezug auf die Haltbarmachung oder Lagerung von Lebensmitteln
  • Keine ausreichenden Kenntnisse bzgl. Zubereitung von Speisen
  • Missverständnisse in Bezug auf Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum
 Folgen der Lebensmittelverschwendung und Lösungsansätze

Schon gewusst?

  • Vom Feld bis auf den Teller werden in Deutschland jedes Jahr Lebensmittel im Wert von ca. 25 Mrd. € weggeworfen.
  • Ca. 830 Mio. Menschen weltweit hungern, obwohl bis zu 2 Milliarden Menschen zusätzlich ernährt werden könnten, wenn wir weniger Lebensmittel verschwenden würden.
  • Weltweit sind Lebensmittelabfälle für 1300 Milliarden m³ Wasserverluste verantwortlich.
  • Für 40 % der Biodiversitätsverluste ist der Lebensmittelsektor verantwortlich.
  • Auf 2,6 Mio. ha Ackerfläche werden in Deutschland jedes Jahr Lebensmittel für die Tonne angebaut. Siehe auch: WWF-Studie: Das große Wegschmeißen
  • Lebensmittelabfälle verursachen jedes Jahr weltweit ca. 3,3 Mio. Gigatonnen CO₂. Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in der EU verursachen pro Jahr die gleiche Menge an klimaschädlichen Gasen wie die gesamten Niederlande in einem Jahr.

Lebensmittelverschwendung: Folgen für Umwelt, Ressourcen, Welternährung /Verbraucherzentrale.de

Um die Vorgaben des Handels an Aussehen und Größe von Obst und Gemüse zu erfüllen, müssen häufig zusätzlich Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt werden. Um diese Umweltbelastung und die unnötigen Lebensmittelverluste zu vermeiden, empfiehlt das Umweltbundesamt mehr Natürlichkeit im Obst- und Gemüseregal.

Optisch perfektes Obst und Gemüse belastet Umwelt und Klima/Umweltbundesamt

 Zusatzinformationen

Allgemeine Informationen 

Bundeszentrum für Ernährung

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Verbraucherzentrale

Zu gut für die Tonne

Lebensmittel retten

 Mundraub  Onlineplattform zum Finden von öffentlichen Obstbäumen und -sträuchern  

ZEHN Ernteprojekt »Gelbes Band« von ZEHN hat das Ziel, dass mehr Obstbäume in Deutschland vollständig abgeerntet werden. Ein Gelbes Band am Obstbaum signalisiert, dass Verbraucherinnen und Verbraucher für den Eigenbedarf die Früchte ohne Rücksprache ernten dürfen.

Onlineshops

etepetete Obst und Gemüse, das nicht der Norm entspricht

motatos Lebensmittel aus Überproduktion, mit falscher Verpackung oder kurzem MHD

Foodsharing-Apps
foodsharing
Too Good To Go
UXA
OlioFoodsharing-Apps

Reste-Rezepte-Apps
Zu gut für die Tonne
Eatsmarter
RestegourmetReste-Rezepte-Apps

Produkt-Scan-Apps
CodeCheck
Yuka Good

Broschüre mit Informationen und Tipps