Seltene Blütenpracht im Frühling
Schachblumenwiese auf dem Asseler Sand - Foto: Uwe Schüch
Hummeln bestäuben die Schachblumen - Foto: Linnea Schüch
Im Naturschutzgebiet Asselersand an der Unterelbe blühen noch die seltenen Schachblumen.
Das schachbrettartige Muster auf den Blüten hat der Pflanze ihren Namen gegeben.
Das fast tulpengroße Liliengewächs kommt nur auf einigen feuchten Wiesen im Schutzgebiet vor und bietet dort mit seinen dunkelroten und seltenen weißen Blüten im April und Mai einen farbenfrohen Anblick. Bestäubt werden sie hauptsächlich von Hummeln und Bienen.
Die Schachblumen kommen vor allem auf den landeseigenen Feuchtgrünlandwiesen vor, wo die landwirtschaftliche Nutzung speziell auf die Bedürfnisse der besonders geschützten Pflanzenart abgestimmt ist.
Damit die Schachblume Samen ausbilden kann, darf die Grünlandmahd nicht vor Anfang Juli erfolgen. Nur so kann der Bestand der Schachblume auf dem Asselersand erfolgreich gesichert werden.
Jedes Jahr zur Blütezeit organisiert die Naturschutzstation Unterelbe des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Zählung der Schachblumen. Auf insgesamt 12 Feuchtgrünlandflächen auf dem Asselersand wird die Bestandsentwicklung erfasst und dokumentiert. Erfreulicherweise hat sich der Bestand 2026 mit gut 58.400 Schachblumenblüten im Vergleich zu den Vorjahren wieder erholt.
Auch weitere gefährdete Pflanzenarten wie die Sumpfdotterblume profitieren von den Bewirtschaftungsmaßnahmen und seltene Wiesenvogelarten wie Kiebitz und Feldlerche finden dort einen Lebensraum.