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Aurorafalter an einer Glockenblume
Sommergoldhähnchen mit orangerotem Fleck auf dem Kopf auf einem Zweig

Immer mehr Hausbesitzerinnen und -besitzer greifen bei der Gestaltung ihrer Vorgärten zu Kies und Schotter. Dieser Gartentrend verspricht einen vermeintlich geringeren Pflegeaufwand. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Angesichts der Klimaveränderungen und des Insektensterbens ist die Anlage von begrünten Vorgärten immer die bessere Wahl. Diese bringen Natur ins Leben der Anwohnenden und verbessern Wohlbefinden und Kleinklima.

Zwischen grauen kleinen Steinen wachsen Gräser und Moos und Blätter und Samen sammeln sich auf den Steinen

Auch in den Steinen sammeln sich Blätter und wachsen Gräser auf - Foto: Janette Hagedoorn-Schüch

Schottergärten – Nachteile auf einen Blick

  • Pflegaufwand langfristig höher: Staub, Laub, Nährstoffe und Samen kommen auf dem Luftweg. In der Folge wachsen Moose, Algen und Wildkräuter, auch die Folien und Vliese lassen auf Dauer Aufwuchs durch
  • Regenwasser kann kaum versickern, Starkregen führt zur Überlastung der Kanalisation
  • Die Oberfläche erhitzt sich im Sommer stark und heizt das Gebäude zusätzlich auf
  • Höhere Staub- u. Lärmbelastung
  • Für Tiere und Pflanzen geht Lebensraum verloren
  • Die Versiegelung des Bodens führt zu dauerhaften Bodenschädigungen. Später wird ein Bodenaustausch erforderlich
  • Je nach Herkunft werden Steine und Schotter teilweise unter bedenklichen Bedingungen für Mensch und Umwelt abgebaut
  • Schottergärten sind monoton und bieten keinen jahreszeitlichen Wechsel

Rechtlicher Hintergrund

Die niedersächsische Bauordnung besagt, dass Kies- und Schottergärten nicht erlaubt sind. Es heißt dort: Die nicht bebaubaren Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere Nutzung erforderlich sind.

Das bedeutet

  • Freiflächen, die nicht als Zugang, Zufahrt oder als Stellplatz erforderlich sind, müssen als Grünflächen angelegt werden
  • Die Eigentümerinnen und Eigentümer können wählen, was sie pflanzen und säen: Rasen, Zier- und Nutzpflanzen, Stauden, Gehölze
  • Nur schmale Einfassungen von Beeten aus Steinen können allenfalls zu den Grünflächen gerechnet werden
  • Vorgärten dürfen jedoch nicht aus Gründen der Gestaltung überwiegend aus Steinen, Kies oder Schotter bestehen

Bitte beachten Sie auch die geltenden Bestimmungen im Bebauungsplan Ihrer Gemeinde. Hier sind oftmals Pflanzvorgaben für die unbebauten Flächen des Baugrundstücks festgelegt.

Salbeiblüten mit vielen lila Blüten stehen neben einem rosafarbenen Fingerhut

Fingerhut und Salbeiblüten bieten Insekten viel Nahrung - Foto: Janette Hagedoorn-Schüch

Bunte Vielfalt statt Schotter im Vorgarten

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Begrünte Vorgärten bieten viel Potential

Pflanzenreiche Vorgärten spenden Schatten und kühlen die Luft, indem sie über ihre Blätter Wasser verdunsten. Außerdem produzieren Pflanzen Sauerstoff, binden Feinstaub und reinigen die Luft. Bei Starkregen nehmen sie das Wasser auf und entlasten die Kanalisation.

Da Wasser versickern kann, tragen sie zur Neubildung von Grundwasser bei. Zusätzlich dämpfen Pflanzen den Straßenlärm und bieten Sichtschutz.

Bereits kleine Blumen – oder Kräuterwiesen sind Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel.

Mach’s vielfältig und bunt

Einmal mit heimischen Sträuchern, Stauden und Bodendeckern angelegt, ist der Vorgarten jahrelang schön und blüht in allen Farben.

Unerwünschter Bewuchs wird verhindert und mit einem jährlichen Rückschnitt ist der Pflegeaufwand gering. 

Bienen, Schmetterlinge und Vögel laden zum Naturerlebnis vor der Haustür ein.

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